Wir pflegen 2

Ein Pflaster reicht nicht

Ein Pflaster reicht nicht.

Viele pflegende Angehörige tragen täglich Aufgaben,
für die es eigentlich funktionierende Versorgung geben müsste.

Fehlende Plätze.
Zu wenig Unterstützung.
Überforderung.

Und Familien,
die auffangen müssen,
was das System nicht mehr schafft.

Wir möchten diese Erfahrungen sichtbar machen.

Geschichten, die sichtbar machen,
was Angehörige tragen

„Ich weiß nicht,
wie lange ich das noch schaffe.“

Pflegende Angehörige nachts am Tisch

„Am schwersten ist nicht einmal die Müdigkeit.

Sondern dieses Gefühl,
mit allem allein zu sein.

Nach außen sieht vieles organisiert aus.

Aber niemand sieht,
wie oft ich nachts weine,
weil ich nicht mehr weiß,
wie lange ich das noch schaffe.

Gleichzeitig habe ich ständig ein schlechtes Gewissen,
überhaupt so zu denken.“

„Früher waren wir einfach Familie.“

Pflege verändert das Familienleben

„Heute dreht sich fast alles um Pflege.

Um Termine.
Medikamente.
Anträge.
Widersprüche.
Wartelisten.

Ich kann gar nicht sagen,
wann ich zuletzt etwas gemacht habe,
ohne gleichzeitig an Pflege denken zu müssen.

Freunde melden sich irgendwann seltener.

Viele verstehen nicht,
wie sehr sich das ganze Leben verändert.

Und trotzdem macht man einfach weiter.

Weil man den Menschen liebt.“

„Mit allem allein.“

Angehörige zwischen Liebe und Erschöpfung

„Nach außen sieht vieles organisiert aus.

Aber niemand sieht,
wie viel Angst manchmal hinter diesem Funktionieren steckt.

Viele Angehörige funktionieren einfach weiter,
weil es keine wirkliche Alternative gibt.

Und oft fragt niemand,
wie lange man das eigentlich noch schaffen soll.“

Erzählen Sie Ihre Erfahrung

Ihre Geschichte kann helfen sichtbar zu machen,
was pflegende Angehörige täglich leisten müssen.

Sie können anonym bleiben.

Blank Form (#3)

„Was Angehörige tragen,
darf nicht unsichtbar bleiben.“

Initiiert von pflegenden Angehörigen
aus dem

SHV-FORUM GEHIRN e.V.
Landesverband Baden-Württemberg